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Erbschaftsverfahren

Zuständiges Amt: Teilungsamt

Nachlassregelungen

Es lohnt sich zu Lebzeiten Regelungen für den Nachlass zu treffen. Dabei müssen u.a. folgende Fragen in die Entscheidungsfindung einfliessen:
  • Wer soll Erben? (gesetzliche, eingesetzte Erben?)
  • Sind pflichtteilsgeschützte Erben vorhanden?
  • Sollen Vermächtnisse/Legate ausgerichtet werden?
  • Welche Verfügungsform wähle ich?
  • Kann ich güterrechtlich mein Ehegatte begünstigen?
  • Wer bezahlt eine Erbschaftssteuer und wie hoch ist sie?

Gerne sind wir bereit, Ihnen bei der Ausarbeitung Ihrer letztwilligen Verfügung beratend zur Seite zu stehen.

Depotstelle für Testamente / Ehe- und/oder Erbverträge
Testamente, Ehe- und/oder Erbverträge können zur Aufbewahrung ins Depot der Teilungsbehörde eingelegt werden. Sie können persönlich oder schriftlich unter Abgabe einer Gebühr abgegeben resp. eingereicht werden.



Sicherheitsmassregeln

Inventar
Nach jedem Todesfall muss aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen ein Inventar aufgenommen werden, das in der Aufzeichnung der Aktiven und Passiven besteht. Dabei werden die finanziellen und familiären Verhältnisse des Erblassers aufgenommen. Nur noch in speziellen Fällen erfolgt ein Nachlassuntersuch in der Wohnung des Erblassers.

Eröffnung des Erbgangs
Die Eröffnung des Erbganges erfolgt für die Gesamtheit des Vermögens am letzten Wohnsitz des Erblassers. Die Angehörigen müssen sich nicht selber beim Teilungsamt melden, sondern können die Einladung zur Vorsprache abwarten. Das amtliche Inventar wird in der Regel innerhalb von 30 Tagen nach dem Todesfall mit den Angehörigen/Erbenvertreter/in aufgenommen.

Mitteilungen an die Erben
Im Rahmen der Sicherungsmassregeln ermittelt die Teilungsbehörde die gesetzlichen Erben und benachrichtigt sie vom Nachlassfall.

Eröffnung der letztwilligen Verfügung
Findet sich beim Tode des Erblassers eine letztwillige Verfügung vor, so ist sie der Behörde unverzüglich einzuliefern und zwar auch dann, wenn sie als ungültig erachtet wird. Liegt eine letztwillige Verfügung vor, so eröffnet die Teilungsbehörde sie binnen Monatsfrist nach der Einlieferung den gesetzlichen und eingesetzten Erben.

Erbenbescheinigung
Nach Ablauf dreier Monate seit der Mitteilung an die Beteiligten wird den gesetzlichen und eingesetzten Erben auf ihr Verlangen von der Behörde eine Bescheinigung ausgestellt, dass sie unter Vorbehalt der Ungültigkeits- und Erbschaftsklage als Erben anerkannt seien.



Erwerb der Erbschaft

Erwerb
Die Erben erwerben die Erbschaft als Ganzes mit dem Tode des Erblassers. Mit Vorbehalt der gesetzlichen Ausnahmen gehen die Forderungen, das Eigentum und der Besitz des Erblassers ohne weiteres auf sie über und die Schulden des Erblassers werden zu persönlichen Schulden der Erben. Sie haften solidarisch untereinander.

Ausschlagung
Die gesetzlichen und die eingesetzten Erben haben die Befugnis, die Erbschaft, die ihnen zugefallen ist, auszuschlagen.

Ist die Zahlungsunfähigkeit des Erblassers im Zeitpunkt seines Todes amtlich festgestellt oder offenkundig, so wird die Ausschlagung vermutet. Die Frist zur Ausschlagung der Erbschaft beträgt drei Monate. Sie beginnt für die gesetzlichen und eingesetzten Erben mit dem Zeitpunkt, wo sie das Sicherungsinventar erhalten haben.



Das öffentliche Inventar

Voraussetzung
Jeder Erbe, der die Befugnis hat, die Erbschaft auszuschlagen, ist berechtigt, ein öffentliches Inventar zu verlangen. Das Begehren muss innert Monatsfrist bei der Teilungsbehörde mündlich oder schriftlich angebracht werden. Wird es von einem der Erben gestellt, so gilt es auch für die Übrigen.

Verfahren
Das öffentliche Inventar wird von der Teilungsbehörde errichtet und besteht in der Anlegung eines Verzeichnisses der Vermögenswerte und Schulden der Erbschaft. Nach Ablauf der Auskündigungsfrist (Publikation im Kantonsblatt des Kantons Luzern) wird das öffentliche Inventar erstellt und wird jedem Erben zugestellt. Dabei wird jeder Erbe aufgefordert, sich binnen Monatsfrist über den Erwerb der Erbschaft zu erklären. Der Erbe kann während der angesetzten Frist entweder die Erbschaft ausschlagen, die amtliche Liquidation verlangen, die Erbschaft unter öffentlichem Inventar oder vorbehaltlos antreten.



Teilung der Erbschaft

Erbengemeinschaft
Beerben mehrere Erben den Erblasser, so besteht unter ihnen bis die Erbschaft geteilt wird, infolge des Erbganges eine Erbengemeinschaft aller Rechte und Pflichten. Sie werden dadurch Gesamteigentümer der Erbschaftsgegenstände und verfügen über die Rechte der Erbschaft gemeinsam.

Teilungsanspruch
Jeder Miterbe kann zu beliebiger Zeit die Teilung der Erbschaft verlangen, soweit er nicht durch Vertrag oder Vorschrift des Gesetzes zur Gemeinschaft verpflichtet ist. Ebenso kann die Erbengemeinschaft die Teilung jederzeit frei vereinbaren.

Amtliche Mitwirkung der Teilungsbehörde
Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen hat die Teilungsbehörde in folgenden Fällen bei der Erbteilung mitzuwirken, wenn:
a) ein Gläubiger, dies verlangt;
b) ein erbberechtigte Person es verlangt;
c) minderjährige oder bevormundete Erben vorhanden sind;
d) Erben unbekannten Aufenthaltes berechtigt sind.

Erbschaftssteuern
Die Annahme der Erbschaft durch die Erben kann auch eine Erbschaftssteuerveranlagung zur Folge haben. Die Erbschaftssteuern werden für die Gemeinde und den Kantons gemeinsam erhoben. Mehr Infos finden Sie hier.

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