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Gewerbe und Handel

 

Vor der Französischen Revolution waren Gewerbe und Handel auf die Zünfte der Stadt beschränkt. Auf dem Lande konnten Mühlen, Gastwirtschaften und Bäckereien nur mit obrigkeitlicher Bewilligung betrieben werden. Auch für das Goldwaschen in den Sandablagerungen der Emme war der Rat zu Luzern zuständig. Rechnungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert belegen, dass für Kirchenbauten in Blatten und Rothenburg in Malters ein Schreinereigewerbe mit beachtlichen Leistungen bestand.
Eine Urkunde aus dem Jahre 1596 berichtet über eine Bewilligung des Rates zu Luzern für den Betrieb eines Bergwerkes und einer Erzschmelze in der Möschfohren am Rümlig, die für die Wälder und Bäche verheerende Wirkung gebracht hätten. Denn die Amtsgenossen von Malters gaben drei Mitgliedern des Rates zu Luzern eine unbeschränkte Bewilligung zum Holzabschlag in einem Gebiet, das sich weit in die Wälder am Pilatus erstreckte. Kaum waren Anfänge zum grossen Werk gelegt, sollen die Wildwasser des Rümligs die Anlagen zerstört haben.
Bis weit ins 19. Jahrhundert bildete die Landwirtschaft die Erwerbs- und Lebensgrundlage. Der grosse Teil der Bevölkerung lebte auf den Höfen. Nach der Volkszählung von 1870 wohnten in der Gemeinde in 373 Häusern 3231 Personen, im Dorfe selber in 37 Häusern 337 Personen. In der Gegend von Blatten wurden in 38 Häusern 330 Personen gezählt, also gleich viel wie im Dorfe selbst.
Ansätze zu gewerblichen Betrieben sollten neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen. So sind für das 19. Jahrhundert Berichte über Zigarrenfabrikation (Freihof), über Heimarbeit in der Strohflechterei und Seidenbandweberei bekannt.
Es wurde sogar ein Versuch zur Zucht von Seidenraupen und der Pflanzung von Maulbeerbäumen unternommen. In Ennigen ergaben während Jahrzehnten die Fabrikation und der Vertrieb von Wäscheklammern einen zusätzlichen Verdienst. Bis zur Zeit nach dem ersten Weltkrieg gab es in Malters neben den Betrieben der Mühlenwerke Steiner und Fuchs, der Zwieback- und Biscuitfabrik HUG und den Sägereibetrieben keine grösseren Unternehmungen. Gute Arbeitsplätze fanden viele Malterser in den Industriebetrieben in Emmen und Kriens. Es ist auch bekannt, dass Malterser Bürger während Jahrzehnten ihre Arbeitsplätze in Emmenbrücke mit dem Velo erreichten.
Mit besseren Eisenbahn- und Strassenverbindungen wurde das Aufsuchen auswärtiger Arbeitsplätze begünstigt. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden durch die Schaffung von Industriebetrieben neue Arbeitsplätze in der Gemeinde. Das Pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort ist aber immer noch eine bedeutende Erscheinung des Malterser Alltages.
In der Gemeindechronik Malters, seit 1956 jährlich herausgegeben von der Grotzlikommission Malters, werden das aktuelle Geschehen sowie die Entwicklung in Industrie und Gewerbe und eingreifende Folgen von Naturgewalten festgehalten.

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